„Wie gut passt dieses Thema in die Zeit!“
Die Presse über die Berlin Art Week und „Xenopolis“ in der Deutsche Bank KunstHalle

Die von der Deutschen Bank geförderte Berlin Art Week war ein großer Erfolg: Bei über 100  Veranstaltungen  wurden rund 100.000 Besucher gezählt. In der Deutsche Bank KunstHalle stand „Xenopolis“ auf dem Programm – das Ausstellungsprojekt thematisierte die Frage: Wie betrachten Künstler die Metropolen von heute, in denen die unterschiedlichsten Nationalitäten zusammenleben?
„Ein Glanzpunkt im Kulturkalender, attraktiv wie nie“, so charakterisiert Christiane Meixner im Tagesspiegel die Berlin Art Week. Mit dieser Veranstaltung, so der Focus, „beweist die Hauptstadt einmal wieder ihren Status als internationale Kunstmetropole.“ „So groß und interessant wie nie“ schreibt die Zitty. Art proklamiert „Auf nach Berlin“, das Stadtmagazin tip widmet der Berlin Art Week die Titelgeschichte,  Monopol sogar ein Sonderheft. Und das Neue Deutschland zitiert Kulturstaatssekretär Tim Renner: „Durch die Berlin Art Week wird der Kunststandort Berlin in seiner Vielfältigkeit wiedergespiegelt – Exzellenz und Underground begegnen sich barrierefrei“.

Zu den Höhepunkten der Veranstaltung zählt für viele Kritiker das Kooperationsprojekt Stadt/Bild, für das sich vier der führenden Kunstinstitutionen der Hauptstadt zusammen fanden: Berlinische Galerie, Deutsche Bank KunstHalle, KW Institute for Contemporary Art, und Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin widmeten sich gemeinsam dem Thema Stadt. In der KunstHalle stand die von Simon Njami kuratierte Ausstellung Xenopolis auf dem Programm. Zahlreiche Journalisten verbinden sie mit der aktuellen Flüchtlingskrise. „Tatsächlich haben sich die teilnehmenden Künstler bereits früh als Seismographen der sich anbahnenden gesellschaftlichen Entwicklungen erwiesen“, schreibt Inge Pett bei art in berlin. Die Ausstellung thematisiere „Fragen von gesellschaftlicher Relevanz, die uns momentan dringlicher beschäftigen denn je.“ Auch Lennart Laberenz vom Freitag ist begeistert: „In der KunstHalle steht die übersichtliche, aber genaue und außerdem politische Ausstellung Xenopolis. Vor allem der gut gedrehte, beinahe meditative Film Sounds of Blikkiesdorp ist eine Wucht: ein spröder Dokumentarfilm über eine Vertriebenenkolonie weit außerhalb von Kapstadt.“ Das sieht Alexandra Mangel von Deutschlandradio Kultur in ihrem Feature zur Berlin Art Week ähnlich: „Aber auch aktuell drängende Fragen werden aufgegriffen. Xenopolis heißt der Ausstellungsbeitrag der Deutsche Bank KunstHalle – schon im Titel drängt das Fremde in die Stadt. So zeigt die Schweizer Künstlerin Laurence Bonvin eine Containerstadt in der Nähe von Kapstadt und filmt den Alltag der Menschen dort mit einer Ruhe und Zurückhaltung, die spürbar machen, was es bedeutet, dort zu leben, jahrelang.“ Und die Musikerin Christiane Rösinger (Lassie Singers, Britta), die für den österreichischen Sender FM4 aus Berlin berichtet, erklärt: „Die Deutsche Bank KunstHalle zeigt in Xenopolis die Hauptstädte dieser Welt als den Ursprung von Nationen. Und spätestens hier kommt auch das alles beherrschende Thema der Zeit, die sogenannte "Flüchtlingskrise" vor. "Polis", das ist die Stadt freier Bürger, "Xenos" bedeutet "der Fremde". Xenopolis ist die fremde Stadt, wie sich auch Berlin den Neuankömmlingen als fremde Stadt präsentiert.“ Im Monopol Spezial zur Berlin Art Week kommt auch das Künstlerduo Mwangi Hutter zu Wort, eine der sieben Positionen in Xenopolis. Ihre skulpturale Installation „geht auf Erfahrungen zurück, wie es ist, als Fremder an unterschiedlichen Orten zu leben.“

Für die Art zählt Xenopolis zu den allwöchentlichen „10 Ausstellungen, die Sie auf keinen Fall verpassen sollten“ und für IndieBerlin zu den beiden Berlin Art Week-Veranstaltungen, die „ganz besonders lohnenswert sind“. Außerdem weisen so unterschiedliche Publikationen wie ARCH+, Contemporary And (C&), Spike Art Magazine, Style Mag, Kunstforum, Mousse, Berliner Zeitung, Siegessäule und Art Newspaper auf die Ausstellung hin.

„Wie gut passt dieses Thema in die Zeit!“, schreibt Claudia Wahjudi im TagesspiegelXenopolis heißt die Ausstellung, welche die KunstHalle der Deutschen Bank zum Themenschwerpunkt Stadt /Bild der Art Week zeigt. Mit ihrer Eröffnung sind allein in diesem Jahr über 20.000 Flüchtlinge in Berlin eingetroffen. (…) Die sieben Beiträge hat Simon Njami so luftig platziert, dass für Besucher Raum bleibt, sich in das Fremdsein hineinzudenken.“ Anlässlich seiner Ausstellung widmet Roxana Azimi dem Kurator in Le Monde ein ausführliches Porträt. Im tip erscheint ein Interview mit Njami, in dem er die spezifische Sicht der Ausstellung auf die Hauptstadt erläutert: „Jeder unserer Künstler bringt seinen eigenen Blick mit und kreiert sein eigenes Berlin. Berlin an sich gibt es gar nicht: Berlin ist eine Konstruktion verschiedener Berlins, durch die uns die Künstler lotsen. Alle Künstler, die mitmachen, sind laut Pass Ausländer. Ihre Studios sind ihre Ländereien.“ Und im Gespräch mit Sleek fasst der Kurator das Ziel seines Projekts so zusammen: „Mir geht es darum das impressionistische Porträt einer Stadt zu vermitteln – einer Stadt, die verschiedene Menschen mit verschiedenen Hintergründen, Identitäten und Empfindungen als ihre eigene betrachten können.“