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Kunstfabrik, Kongress, Prozession:
Paweł Althamer in Berlin, Bozen und München



Schneeweiße, surreal anmutende Figuren, die an Zombies oder barocke Vanitas-Darstellungen denken lassen. Unter dem Titel Polyethylene zeigt das Museion Bozen rund 70 Skulpturen aus Pawel Althamers Installation Almech, die als Auftragsarbeit eigens für das Deutsche Guggenheim konzipiert wurde. Der polnische Künstler ist bekannt für seine Projekte, bei denen er immer wieder die unterschiedlichsten Menschen einbezieht: Kinder, Nachbarn, Behinderte, Obdachlose – oder, wie für Almech, die Mitarbeiter und Besucher des Deutsche Guggenheim und des Deutsche Bank-Gebäudes Unter den Linden, in dem die Ausstellungshalle beheimatet ist.

Althamer ist ein Meister der grenzübergreifenden Arbeit, mit der er immer wieder die Regeln und Grenzen des Kunstbetriebs in Frage stellt. Seit Jahren nutzt er die in einem Warschauer Vorort gelegene Kunststofffabrik seines Vaters, deren Name Almech er auch als Titel für seine Installation wählte. Im Herbst letzten Jahres funktionierte der Künstler das Deutsche Guggenheim für fast drei Monate zu einer temporären Niederlassung des Familienbetriebs um. Gemeinsam mit Althamer stellten dort Arbeiter von Almech an zwei Maschinen rund 120 Skulpturen her. Sie formierten sich zu einem komplexen Gruppenporträt, das existenzielle Themen wie Tod und Vergänglichkeit berührt und zugleich die Produktions- und Arbeitsbedingungen in der Wirtschaft und in der Kunst untersucht.  
Zeitgleich mit der Schau im Museion findet in der Sammlung Goetz in München eine weitere Einzelausstellung mit Arbeiten Althamers statt. Das Spektrum der Werke reicht von einer Videoprojektion seiner Performance Cardinal (1991), aus der Studienzeit an der Warschauer Akademie der Bildenden Künste, bis zu jüngeren Werken, die Althamer in Kollaboration mit unterschiedlichen Gruppen erarbeitet hat.

Mit fünf Nachbarn und Freunden aus Bródno, dem Stadtviertel Warschaus, in dem der Künstler aufwuchs, entstand in Anlehnung an Auguste Rodins Bürger von Calais die fünfteilige Figurengruppe Bródno People (2010). Mit den Bewohnern der Plattenbausiedlung und Freunden hat Althamer immer wieder Expeditionen unternommen. In goldene Raumanzüge gekleidet charterten sie ein mit Goldfarbe lackiertes Flugzeug und reisten nach Mali, Brasilia, Oxford und Brüssel. Gemeinsam mit ihnen realisiert er auch die Performance Common Task, Bozen/ Bolzano - Munich, die beide Ausstellungen miteinander verbindet: Anlässlich der Ausstellung im Museion fährt ein „goldener” Bus von Polen nach Südtirol, um anschließend nach München zu reisen – als Mischung aus Prozession, Wallfahrt und Karnevalsumzug.

Und auch auf der 7. Berlin Biennale ist Althamer präsent. Hier lädt er zum Draughtsmen’s Congress. Dieser Zeichnerkongress richtet sich ebenso an Profis, etwa Architekten oder Grafiker, wie auch an Laien: Der gesamte Innenraum der St. Elisabeth-Kirche in Berlin Mitte wird mit Papier ausgekleidet und zu einer Leinwand transformiert. Unterschiedliche Arbeitsgruppen reagieren auf bereits bestehende Zeichnungen, diskutieren oder treten gegeneinander an. Es entsteht eine riesige, sich ständig verändernde Zeichnung, die gleichzeitig ein kollektives Manifest bildet. In diesem Projekt verschwimmen Autorenschaft, fachliche Hierarchien und Kompetenzen zu einem zeichnerischen Exzess – frei und offen für alle.

Paweł Althamer
29. Mai – 06. Oktober 2012
Sammlung Goetz

Polyethylene
26. Mai bis 26. August 2012
Museion in Bozen

Draftsmen’s Congress
Berlin Biennale

St. Elisabeth-Kirche/ Berlin-Mitte
bis 01. Juli




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