Die New Yorker Kunstmesse geht online:
Welcome im Frieze Viewing Room

Es ist die erste Frieze-Messe, die vollständig online stattfindet: Die Frieze New York, die seit nun 17 Jahren von der Deutschen Bank als Global Lead Partner begleitet wird, musste wegen Covid-19 umdisponieren und ihre New Yorker Ausgabe in den virtuellen Raum verlegen: Vom 6. bis zum 15. Mai findet sie als Frieze Viewing Room statt – einer ambitionierten digitalen Plattform, auf der sich mehr als 200 internationale Galerien virtuell präsentieren. Der Eintritt ist frei.

Was Messen und Galerien augenblicklich vor große Herausforderungen stellt, bietet einem breiten Publikum zugleich die Möglichkeit, von zuhause aus so viel aktuelle Kunst und Tendenzen zu sehen, wie wohl sonst gerade nirgends. Alles, was man tun muss, ist, sich hier zu registrieren. Dabei gibt es nicht nur die Hauptsektion oder die Sektion Frame mit ihren jungen internationalen Galerien zu entdecken, viele Kunstwerke kann man mittels Augmented Reality auch wie im eigenen Wohnzimmer betrachten.

Das Außergewöhnliche an der Frieze sind die vielen kuratierten Sonderprogramme, mit denen die Messe immer wieder neue Wege geht. Diese sind sämtlich in den Frieze Viewing Room transferiert worden. Diese Sonderschauen fokussieren sich auf Avantgarden und wiederentdeckte Pioniere der Moderne und Gegenwartskunst, Design oder Kunst aus Lateinamerika. Eine von Daniel Birnbaum kuratierte Virtual Reality-Präsentation ist dank spezieller App auch zuhause erlebbar – eine erstaunliche Erfahrung, wie es Messedirektorin Loring Randolph versichert, die es selbst bereits ausprobiert hat. Besonders interessant ist in diesem Jahr der sogenannte Chicago Tribute, eine Hommage an eine der vitalsten Kunststädte der USA, die sich anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts ausschließlich auf Künstlerinnen fokussiert. Mit dabei sind Stars wie Sue Williams ebenso wie in Europa noch weniger bekannte Positionen wie Gladys Nilsson, Mitglied der radikalen Künstlergruppe Hairy Who, die in den Sixties für Aufsehen sorgte, oder die legendäre Surrealistin Gertrude Abercrombie, die auch eng mit der Jazz-Szene Chicagos verbunden war. Ein wirkliches Muss!

Natürlich ist auch die Deutsche Bank mit einem virtuellen Showroom dabei. Für die Preview-Gäste gibt es eine Sneak-Peak-Videotour durch die kommende Ausstellung Time Present, die anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Unternehmenssammlung und des 150-jährigen Jubiläums der Deutschen Bank internationale Fotokunst aus der Sammlung im Berliner PalaisPopulaire präsentieren wird. Die Live-Zoom-Performance des britischen Künstlers Tom Pope, in der er unter Beteiligung von Besuchern berühmte Kunstwerke re-enacted, lässt sich am 13. Mai auf frieze.com erleben.    

Die Publikumstage stehen dann ganz im Zeichen des „Artist of the Year“. Mit dieser Auszeichnung fördert die Deutsche Bank seit 2010 vielversprechende Künstler*innen, die ein originäres, gesellschaftlich relevantes Werk schaffen und mit den Medien Papier und Fotografie arbeiten – nicht mit einem Geldpreis, sondern einer großen Einzelausstellung, einer Katalogpublikation und Ankäufen für die Sammlung Deutsche Bank. Im Frieze Viewing Room werden Arbeiten und kurze Videos zu allen Künstler*innen gezeigt, die diese Auszeichnung erhalten haben, von Wangechi Mutu bis hin zu Caline Aoun. Man darf gespannt sein – der „Artist of the Year“ der Deutschen Bank 2021 wird im September verkündet.

Frieze Viewing Room
6. bis 15. Mai 2020
viewingroom.frieze.com