"Patron of Culture 2006" Das polnische
Kultusministerium zeichnet die Deutsche Bank für ihr Kunstengagement aus

Dr. Tessen von Heydebreck und der polnische Kultusminister Kazimierz Michał
Ujazdowski bei der Preisverleihung
Seit
Elzbieta Jablonska als erste polnische Künstlerin im Jahr 2003 den
"Deutsche Bank Foundation Award" gewonnen hat, ist ihr Leben
deutlich einfacher geworden. "Ich kann mich endlich auf meine Arbeit
konzentrieren", erzählt sie und fährt fort: "Viele talentierte Künstler
zerbrechen an ihrer finanziellen Not. Es gibt in Polen noch kaum
Kunstsammler und nur wenige große Galerien." Das Engagement der Deutschen
Bank bei der Förderung zeitgenössischer polnischer Künstler hat auch das
Ministerium für Kultur und nationales Erbe überzeugt. In Anerkennung
ihres "außerordentlichen Engagements im Bereich der polnischen Kultur" und
besonders für das Förderprogramm "Views – Deutsche Bank Foundation Award"
ist sie jetzt als "Patron of Culture 2006" in der Kategorie "Promoter"
ausgezeichnet worden.

Elzbieta Jablonska, aus der Serie "Supermother", 2003
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"Views" ist ein Wettbewerb für junge Künstler aus Polen,
den die Deutsche Bank
Stiftung, die Deutsche Bank Polen und
die Zacheta Nationalgalerie in
Warschau alle zwei Jahre gemeinsam durchführen und dessen Gewinner ein
Preisgeld von 10.000 Euro erwartet. Nominiert werden Künstlerinnen und
Künstler, die sich mit der gesellschaftlichen Realität in Polen
auseinandersetzen und bereits in Galerien und Ausstellungen präsent sind.
Sie bekommen Gelegenheit, ihr Werk im bedeutendsten polnischen Museum für
moderne und zeitgenössische Kunst, der Zacheta Galerie, einem großen
Publikum zu präsentieren. Eine siebenköpfige Jury wählt dann den
Preisträger aus. Elzbieta Jablonska überzeugte die Juroren vor drei Jahren
mit ihrem Werk
Helping, in dem sie sich mit der Arbeitslosigkeit von Frauen
auseinandersetzt. Die Arbeit besteht aus einem von einer Arbeitslosen in
Handarbeit gestickten Stellengesuch und 60.000 zerschredderten
100-Zloty-Banknoten, die in einer Plexiglasvitrine präsentiert werden.

Maciej Kurak und Dr. Ariane Grigoteit, Direktorin der
Deutsche Bank Art, vor Kuraks Arbeit Parergon, 2005
Im Jahr 2005 wurde
Maciej Kurak für seine Arbeit Parergon (dt.: Beiwerk oder
Zierrat) ausgezeichnet. Der 33-jährige installierte in den historischen
Räumen der Zacheta aus Rigipswänden eine Plattenbau-Wohnung, deren
Mobiliar teilweise zersägt war. Der in Poznan lebende Künstler ließ dabei
die spießige Gemütlichkeit der kleinen Zimmer mit den monumentalen Räumen
des Ausstellungshauses kollidieren. Ein antiker Bilderrahmen diente als
Fenster, durch das die Ausstellungsbesucher Kuraks Environment betreten
konnten und für einen Moment zur Hauptfigur eines lebendigen Bildes
avancierten. Den zweiten Preis, ein Arbeitsstipendium einschließlich eines
sechsmonatigen Aufenthalts in Berlin, erhielt
Anna Orlikowska für ihre Videoarbeit Being, in der sie sich
selbst mit einer Nachtsichtkamera als im Dunkeln dahinvegetierendes
Phantom aufnahm und so in die Abgründe der eigenen Existenz eintauchte.
Die Unterstützung der Deutschen Bank für die Zacheta beschränkt sich aber
nicht auf den Preis für junge polnische Kunst. Gerade ist in dem
Ausstellungshaus die Schau
Black Alphabet zu sehen, die erstmals in Polen einen breit gefächerten
Überblick afroamerikanischer Kunst präsentiert und ihre Rolle in der
amerikanischen Kultur würdigt. Gezeigt wird neben Werken von
Kara Walker,
Lorna Simpson oder
Carrie Mae Weems auch die Serie DeLuxe (2004) von
Ellen Gallagher aus der
Sammlung Deutsche Bank. Damit ist auch diese Schau ein Beispiel für die
lebendige Kooperation zwischen Deutscher Bank und der Zacheta, die über
ein reines Sponsoring weit hinausgeht.
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